- IT DAB NL, ViGa
- Bestand
- 1842 - 1980
Teil vonNachlässe
Vinzenz Gasser, geb. 1809 in Inzing, wurde 1833 zum Priester geweiht. In den folgenden drei Jahren wirkte er in der Innsbrucker Dekanatskanzlei sowie als Kooperator in Götzens, Wenns bzw. Flaurling. Schon damals widmete er sich dem Studium der Dogmatik. 1836 berief ihn Fürstbischof Bernhard Galura als Professor für Altes Testament ans Brixner Priesterseminar. 1842 erhielt er den Auftrag, innerhalb von drei Jahren ein Lehrbuch der Fundamentaltheologie zu verfassen; dieses Buch kam nicht zustande.
1848 wurde er vom Landkreis Bruneck als Abgeordneter in die Frankfurter Nationalversammlung entsandt. Sein Ziel, ein konfessionell geschlossenes Tirol, konnte er angesichts völli anders gearteter Grundsätze der Katholiken in Deutschland nicht erreichen. Von 1861 bis 1879 gehörte er dem Tiroler Landtag an.
1856 nominierte ihn Kaiser Franz Josef zum Bischof von Brixen. 1857 empfing er vom Salzburger Erzbischof die Weihe. Auf dem Ersten Vatikanischen Konzil trat er als entschiedener Verfechter der päpstlichen Unfehlbarkeit auf. Er war ein Gegner des Liberalismus. Als Brixner Bischof ist er besonders durch die Gründung eines Knabenseminars (nach ihm als „Vinzentinum“ benannt) 1872 in Erinnerung geblieben. Es wurde 1876 eröffnet.
Gasser, Vinzenz