Fonds KaWo - Nachlass Karl Wolfsgruber

Reference code

IT DAB NL, KaWo

Title

Nachlass Karl Wolfsgruber

Date(s)

  • 1907 - 2009 (Ablage)

Level of description

Fonds

Extent and medium

90 Konvolute

Name of creator

(02.06.1917 - 20.10.2009)

Biographical history

Kan. DDr. h.c. Wolfsgruber war ein römisch-katholischer Geistlicher, Denkmalpfleger und Hochschullehrer.
Er wurde in Percha geboren und wuchs in Innichen auf, wo er die Grundschule besuchte. Er besuchte das bischöfliche Knabenseminar Vinzentinum und das Priesterseminar in Brixen. Am 22. Juni 1940 entschied er sich im Rahmen der Südtiroler Option – so wie Brixens Bischof Johannes Geisler – für die Abwanderung in das Dritte Reich. Am 29. Juni 1941 empfing er in Brixen die Priesterweihe. Er war zunächst als Kooperator in Welsberg im Pustertal tätig.
Ab 1945 studierte Wolfgruber Geschichte an der Universität Wien. 1947 wurde er dort mit einer Dissertation über das Brixner Domkapitel promoviert. Bis 1950 war er Präfekt am bischöflichen Konvikt Cassianeum in Brixen. Von 1947 bis 1998 war er Diözesanarchivar. Von 1957 bis zu seiner Emeritierung 1998 war er Kanonikus am Brixner Dom und von 1967 bis 1975 Domdekan. Von 1959 bis 1973 war Karl Wolfsgruber Professor im Vinzentinum und der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen.
Von 1965 bis 1971 war Wolfsgruber Schriftleiter der Monatszeitschrift Der Schlern. Von 1975 bis 1992 war er Dompropst in Brixen.
Überregionale Anerkennung erhielt er für sein Engagement als erster Landeskonservator in Südtirol und Gründungsdirektor des Landesdenkmalamtes (von 1973 bis 1982) sowie als Direktor des Diözesanmuseums Brixen (von 1989 bis 1998). Karl Wolfsgruber wurde als „Vater der Denkmalpflege in Südtirol“ bezeichnet. (https://de.wikipedia.org/)

Archival history

Immediate source of acquisition or transfer

Scope and content

Geb. 1917 in Percha, wurde er 1941 zum Priester geweiht. Bis 1945 wirkte er als Kooperator in Welsberg. Anschließend studierte er Geschichte und erlangte 1947 mit einer Arbeit über das Brixner Domkapitel in der Neuzeit bei Leo Santifaller di Promotion. Zugleich absolvierte er den Kurs am Institut für österreichische Geschichtsforschung. Als Staatsprüfungsarbeit legte er eine Edition der ältesten Urbare des Benediktinerinnenstiftes Sonnenburg vor. 1947 übernahm er die Leitung der Brixner diözesanen Archive, denen er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1997 eine hervorragende Struktur verlieh und die er, in Kooperation mit der Universität Innsbruck, zu Zentren historischer Grundlagenforschung machte. 1951 übernahm er auch die Leitung des Diözesanmuseums. 1953–1973 war er zusätzlich Leiter der kirchlichen Denkmalpflege, 1972 wurde er Landeskonservator in Südtirol. Weitere Tätigkeitsbereiche waren die Lehre am Priesterseminar und die Schriftleitung des „Schlern“. Neben all dem erfüllte Wolfsgruber gewissenhaft seine priesterlichen Pflichten, zuerst als Dombenefiziat, seit 1957 als Kanonikus an der Kathedrale; 1967 wurde er Domdekan, 1973 Dompropst.

Appraisal, destruction and scheduling

Accruals

System of arrangement

Der Bestand lässt sich in sechs Teilbestände gliedern:
Persönliches
Archiv
Denkmalpflege
Wissenschaft
Dom
Varia

Conditions governing access

Conditions governing reproduction

Language of material

Script of material

Language and script notes

Physical characteristics and technical requirements

Finding aids

Existence and location of originals

Existence and location of copies

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Note

Literatur:
In memoriam Karl Wolfsgruber 1917–2008: Der Schlern 34 (2010), Heft 1, mit mehreren Einzelbeiträgen.

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